Meine Überlegung geht dahin, das man sich zu Hause vom aussehen und vom Format unschöne Zimmerantennen auf das Sideboard oder auf die Fensterbank stellen muss, um DVB-T zu empfangen. Ich starrte unentwegt auf die Bilder, die auf meinem Sideboard neben dem TV standen. Da bekam ich nach sehr langen überlegen, dann diese Idee...
Ich stöberte meine alten Funkamateur Zeitung durch und da fand ich einen Bericht über eine Platzsparende Antenne. - Die Hentenne ! - Ja klar, ein in Fernost vorgestelltes Amateurfunk Projekt. Unter dem Motto, was weis ich was das ist ? - das weis "kana" - aber bestimmt wieder was von die Japaner - oder so ähnlich - beginne ich nun, nach drehen der 20 Gebetsmühlen, meine experimentelle Exkursion ins Reich der Mitte ! ...nagut, das ist zwar nicht ganz Japan, dennoch für uns Europäer - aber ganz in der Nähe.
Die Hentenne wurde in Japan _das erste mal 1971 in der jap. Amateurfunk Zeitung_ als Bauanleitung für den 6m, 2m und 70 cm AFU Bereich vorgestellt. Dort sollte diese dann als RTX Antenne für wenig Platzbedarf Ihre Verwendung finden. Aber es gibt leider noch nicht viele Erfahrungen über ihre Empfangsleistung. Deshalb habe ich mir die 70cm Version ausgesucht um diese dann in den UHF - TV Bereich zu modifizieren. Eines kann ich schon vorweg sagen, ihre Empfangsleistung ist hier beim Testlbetrieb - ausergewöhnlich gut.
Was ist eine Hentenne ? - Das wort "Hent" bedeutet fremd, merkwürdig, ungewöhnlich. Stimmt, es ist eine etwas merkwürdige - rechteckige Rahmenkonstruktion, wobei ihr Koaxanschluss in den beiden vertikalen Seiten vorgenommen wird. Die Hentenne ist eine Art Zwischnform der Rahmenantenne und der Loopantenne. Die Hentenne ist sozusagen eine Sonderform und hat fast nichts mit einem Dipol zu tun.
Wenn man diese Hentenne genau berechnet, verhält sie sich zwar fast wie ein Dipol, hat aber weitaus mehr Empfagnsleistung und bringt eine größere Ausbeute der Empfangsqualität.
Besonders in Kritischen Empfangslagen, hat sich die Hentenne als besser erwiesen als ein einfacher Dipol oder die Koaxantenne.
Kommen wir nun zu Ihren Abmessungen. ................................................................................. Die horizontalen Elemente "A" haben eine Länge von Lambda 1/4 - die vertikalen Elemente "B" haben eine Länge von Lampda 1/2 - und die beiden Einspeisepunkte "L" sind Lampda 1/6 (siehe Zeichnung). Es kann bedingt durch ihre Konstruktion direkt ein 50 oder 75 ohm Koaxialkabel angeschlossen werden. Obwohl die Antenne sehr einfach aussieht und auch relativ klein ist, hat sie dennoch einen guten Gewinn von ca. 6 dB ! Sie ist damit einer ca.5 Element Richantenne gleichwertig.
Meine folgende Beispielsberechnung ist für den UHF K 43 = 650 MHz, das entspricht ca. der Bandmitte. Angefertigt z. B. aus 2 mm Schaltdraht o.ä.
A: Länge der horizontalen Elemente = 11,5 cm.......................... ............... .............................. B: Länge der vertikalen Elemente = 23 cm .................................................................................. L: Abstand der Einspeisung vom unteren Element A = 7 cm
Die Berechnung: ............................................................................................... Lichtgeschwindigkeit/Frequenz (300000:650=461,538) nennen wir das Ergebniss X - also X = 462
Seiten A: Lambda 1/4 das Ergebniss X : 4 (X = 462 : 4 = 115,5) also gerundet A = 11,5 cm Seiten B: Lambda 1/2 das Ergebnis X : 2 (X = 462 : 2 = 231) also gerundet B = 23 cm Seiten L: Lambda 1/6 das Ergebniss X : 6 ( X = 462 : 6 = 77 ) also gerundet x x = 7 cm
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Positive E-Mails mit Fotos über die unscheinbare Hentenne erreichten mich von Peter aus der Pfalz und Frank aus Hamburg.
Wer möchte kann diese E-Mails in den Reaktionen nachlesen.
--> Reaktionen, neue Ideen etc. |