Senderstandort:Lopik/Ijsselstein

 

 

Lopik, eine niederländische Gemeinde ca. 10 Km südwestilch von Utrecht.

Schon von weiten kann man den Großsender de Ijsselstein mit seinen 368m bewundern. Hier befindet sich auch das "KPN Schaltpult" der Telecommunikation für halb Niederlande.

 

Der Sendeturm Lopik de Ijsselstein, ist als Hybridturm ausgeführt. Er besteht aus einem ca 100 m hohen Stahlbetonturm, auf dem ein ca. 256 m hoher abgespannter Stahlrohrmast montiert ist. Auf diesen Stahlrohrmast befindet sich eine 16,8m lange DVB-T Sendeantenne, so dass diese komplette Konstruktion eine Gesamthöhe von ca. 366,8 m hat.

Dieser RTV Turm ist somit das höchste Bauwerk der Niederlande. Lopik ist der wichtigste Sender Standort in den NL. Nicht weit entfernt vom RTV Turm, befindet sich die Haupt Überwachungszentrale der Sender für ganz NL. KPN Telecom kann von hieraus alle regionalen Sendetürme bei einem Senderausfall (z.B. Roermond) - überwachen und steuern.

 

In einem Special möchte ich ihnen diesen "größten Weihnachtsbaum der Niederlande" so wie er von den Anwohnern genannt wird, etwas näher bringen.

 

DVB-T / FTA

 

(es wird nur das FTA Bouquet aufgelistet)

Bouquet 1: K 50 - 706 MHz - 10 KW - Vertikal

COFDM: 8k
Modulatie: QAM64
C/R: 1/2
Guard interval: 1/4

 

TV:

Nederland 1
Nederland 2
Nederland 3
.

Radio

Radio 1
Radio 2

3FM
Radio 4
Radio 5

Radio 6
Concertzender Classic
FunX

 

Frequ. Sender Leist. / Pol.
    alle Vertikal

-90.7

Arrow Jazz FM

107

-92.6

Radio 2

100

-93.1

Radio M

-- 4

-94.3

Radio 4

- 83

-95.5

Radio 9

0,05

-96.8

3 FM

100

-97.8

Radio Veronica

-- 4

-98.9

Radio 1

100

100.1

BNR Nieuwsradio

100

100.7

Q-Music

100

101.5

Sky Radio

-0,5

101.9

Radio 538

-0,2

 

 

Im Jahr 1958 ließ der niederländische Rundfunk unter der Leitung vom Senderbetreiber NOZEMA einen Radio und Fernsehturm in Ijsselstein errichten. Die Höhe dieses Betonturmes, der den Antennenmast mit tragen soll, beträgt 100 meter. Die Einbindung des Antennemastes dauerte aber sehr lange. Auf Sicherheit wurde hier sehr großen Wert gelegt.

 

Die Pardunen

Gehalten wird der Antennenmast von 12 Stahltrossen von 5000 Pfund, jeweils aus drei Punkten auf dem Boden die in 225 Metern Entfernung vom Turm an Betonfunamenten verankert werden. Wenn eine Stahltrosse reisst, dann würde der Turm umknicken und einstürzen. Der komplette Turm mit seiner damaligen Höhe von 382 m wurde 1961 durch Königin Juliana in Betrieb genommen. 1987 wurde der Zendmast Lopik de Ijssestein aus Sicherheitsgründen auf 375 m eingekürzt.


Ein mir bekannter der vot Ort arbeitet erzählte mir voller Stolz, er sitzt in ca 100 Meter Höhe im Gebrandyturm - Sendestation Lopik. In der Ferne liegt mit seinen Hügeln die Stadt Utrecht, auf der anderen Seite sieht man den Fluß Lek, die Stadt Vianen und viele grüne Weiden. Direkt unter dem Turm ist ein schönes Wohngebiet von Ijsselstein, wo sich mehreremale am Tag der gifgrüne Schnellzug aus Utrecht entlang entlang schlängelt.

Der Mastfuß

Der Sendeturm in Lopik wurde höher als der Publikumsmagnet Eiffelturm in Paris (324 m), aber es gibt da einen großen Unterschied. Der Turm, benannt nach dem ehemaligen Premierminister Gerbrandy, so ist der offizielle Name des Turms, ist für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich. Und würde man sich dennoch im innern des Turmes befinden, dann haben Sie nicht mehr als 100 m nach oben. Das ist die Höhe des eigentlichen Betonturms, in dem der Antennen Rohrmast steht. Der komplette Sendmast ist aber nur für qualifiziertes (technisches) Personal begehbar.

 

Der Turm ist eines der Herzstücke der Telekommunikation in den Niederlanden. Der Zendmast Lopik ist voll von Geräten und Kabeln, die dort übertragenen und empfangenen Signale werden weiter verarbeitet und für Fernsehen, Radio, mobile Kommunikation und Verkehr und Wetter wieder ausgesendet. Sollte es einmal passieren das der Turm ausfällt, dann ist halb Niederlande "durcheinander". Auf der vierzehnten Etage ist alle Arten von Sendergerätschaften. Mit Labels wird genau angezeigt, wofür jeders dieser "Kästen" sein soll.

Die Signale werden per Ballenmpfang z.B. aus dem Studios z.B. aus Hilversum nach IJsselstein gesendet. Das Signal verstärkt und durch die Sendeantenne auf die halbe Niederlande verbreitet.
Der Turm verfügt über 23 Etagen - von jeder Etage aus kommen dicke Kabel durch ein Loch in der Decke nach oben bis zur Sendeantenne. Ein Wirrwarr von Kabeln kommt aus dem Fuß des Turms. Von der 8. Etage wo auch die meisten Richtfunkschüsseln sich auf mehreren Balkonen nach oben befinden. Leider dürfen aus Sicherheitsgründen (fast) keine Fotos veröffentlicht werden.

Der größte Weihnachtsbaum der Welt !

Fast jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit, werden an den Abspannseilen, viele Lampen installiert. So verwandelt sich der RTV Turm in den höchsten Weihnachtsbaum der Welt .

--> Klick Hier: zur Webseite de grootste Kerstboom ter wereld

--> Klick hier: Film über die Montage der Weihnachtbeleuchtung.

Der DVB-T Umbau am 02. August 2007

Am Vorabend noch eine Seilbahn in den bayrischen Alpen montiert, startete Anfang August 2007 früh morgens in Berchtesgaden ein Spezialhelikopter der Schweizer Firma „HELOG-Heliswiss". Ziel dieser Unternehmung: Eine Antennenmontage in Holland. Nachdem der Schwerlasthubschrauber vom Typ „Super-Puma" in Mannheim zwischenbetankt wurde, schwebte er pünktlich um 11.00 Uhr am holländischen Senderstandort „IJsselstein" nähe der Stadt Lopik ein.

 

Eine Kathrein Sendeantenne ist jetzt der höchste Punkt in Holland !

Genau in Lopik Iisselstein befindet sich das Wahrzeichen dieser Region, der 375 Meter hohe Sendeturm, der an diesem Tage eine neue Kathrein-Sendeantenne an der Spitze erhalten sollte. Dieses außergewöhnliche Vorhaben wurde frühzeitig in den holländischen Medien angekündigt, so dass sich rund um den weiträumig abgesperrten Senderstandort viele Schaulustige und natürlich Presse und Fernsehen einfanden, um diesem Spektakel beizuwohnen und darüber ausführlich zu berichten.
Kathrein-Projektmanager Anton Vogl hat die neue Hochleistungsantenne in Rosenheim geplant und an die Sendeanstalt „KPN" in Holland geliefert. Wolfgang Niedhammer, Rundfunkingenieur bei der KATHREIN-Werke KG, reiste vor Ort, um das bedeutungsvolle Ereignis, die zugegebenermaßen nicht ganz einfache Montage der DVB-T Sendeantenne, fachlich zu betreuen.

Die Antenne aus Rosenheim sollte auf der Spitze des „Weihnachtsbaumes", so nennen die Einheimischen nämlich ihr Monument, das alljährlich zur Weihnachtszeit mit tannenbaumförmigen Lichterketten ausstaffiert wird und die bis weit in die Ferne als Weihnachtsvorbote zu sehen sind, installiert werden. Die Schar der Beobachter wartete ungeduldig auf die Startfreigabe für den Helikopter durch die Flugaufsichtsbehörden. Dann war es soweit. Der Pilot aus der Schweiz warf die Motoren an und hob zu insgesamt fünf Flügen ab, die natürlich von einem Begleithubschrauber des holländischen Fernsehens in Bild und Ton festgehalten wurden, um über dieses nicht alltägliche Spektakel später in den Abendnachrichten ausführlich zu berichten.
Nachdem mit den ersten Flügen die alte ausgediente Antennenspitze zu Boden gebracht wurde, galt der letzte Flug der neuen Antenne. Die etwa 3 Tonnen schwere und ca.16m lange Kathrein-Antenne wurde an den Haken genommen und mit der gewohnten schweizer Präzision sicher auf die 356 Meter hohe Turmspitze gesetzt.

Mit vor Ort war auch Gerard Hessing von der Kathrein-Vertretung in Holland, der Firma Hutronic: „Wir freuen uns, dass alles so perfekt geklappt hat. Das war ja erst der Anfang. Weitere Antennenanlagen von Kathrein sind ja bereits für den Ausbau des Digitalnetzes an KPN geliefert worden, die dann auch in nächster Zukunft montiert werden sollen."
Wolfgang Niedhammer: „Auch wenn diese Helikoptermontagen fast schon zu unserem täglich Brot gehören, so ist es doch immer wieder ein Ereignis, welches Puls und Blutdruck bei allen Beteiligten in die Höhe treibt. Schließlich ist die Sache nicht ganz ungefährlich. Nicht umsonst wird das Areal immer weiträumig von der Polizei abgesperrt, für den Fall, dass Pilot oder Maschine bei der Schwerlastmontage Probleme bekommen sollten."
Engelhard Pargätzi, verantwortlicher Leiter des schweizer Spezialunternehmens HELOG-Heliswiss, lud nach getaner Arbeit zu einem kleinen Umtrunk ein.

Am nächsten Tag stand bereits das nächste Projekt in Roermond an, ebenfalls an einem Standort in Holland, ca. 120 Kilometer entfernt.

Noch mehr Infos über den Senderstandort Lopik de Ijsselstein ?

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