GRUnDIG Yachtboy YB 500 - Mods

 

Grundig Yachtboy YB 500

Dieser GRUnDIG Weltempfänger ist Mitte der 80er Jahre in Anlehnung an die legendäre Grundig Satellit Weltempfänger Serie entstanden.
Es wird behauptet - Zitat: Er sei zwar ein handlicher Rundfunkempfänger im guten Design. Seine Empfangsqualität ist aber nicht mit seinen großen Satelliten Brüdern ebenbürtig und nur ausschließlich für den normalen Gebrauch nutzbar.
Für den Fernempfang wäre er schlichtweg nicht zu gebrauchen, da er gewisse Schaltungen und gute ZF Filter nicht besitzt. - Zitat ende.

Für mich persönlich ist das eigentlich nicht so ganz nachvollziehbar. Damit ich diese "Weisheiten" nachvollziehen kann, habe ich mir via das Auktionshaus Ebay, dieses Radio aus dem Hause Grundig ersteigert. Welche Erkenntnisse dabei herauskamen, dass möchte ich im folgenden Beitrag zeigen.

Da ich mich, als langjähriger DXer, hier nur für sein UKW-Teil interessiere, habe ich mich schon vorher im Service Manual informiert was sich denn so in seinem Inneren beherbergt. Warum das ganze zu so unzufriedenen Meinungen hin tendiert, dass war mir bis zum eintreffen des Gerätes jedoch unklar. Heute ist das Gerät gut erhalten angekommen und ich konnte meiner Neugierde nicht mehr innehalten, ich musste den YB-500 zu erst einmal ausgiebig testen.

Einen externen Antennenanschluss nennt er leider nicht sein eigen und ich musste mich mit dem Empfang seiner Teleskopantenne zu frieden geben. Hier im 3-Ländereck D, B und NL sind besonders viele UKW Frequenzen überlastet. Einige mir bekannte Frequenzen „fuhr“ ich sofort an.
97,0 RTL Radio (Hosingen) gegen 96,9 CFN (Brunssum) –Der Empfang wurde mit Nachbarfrequenz Störungen quittiert. 100,3 L1Radio (Roermond) gegen 100,5 Das Hitradio (Raeren) - Hier ist Roermond als 100 KW Brummer in der unmittelbaren Nähe zu 100,5. Der YB verhielt sich der überraschend gut und weitgehend ohne Nachbarfrequenz Spratzler. Na, dass sollen erst mal einige der Brüllwürfel und Billigheimer nachmachen...

...dennoch stellte ich nach längeren Test eine -ich will mal sagen- gewisse "Taubheit" in seinem UKW Empfang fest, dass ist für Grundig Empfangsteile ganz untypisch. Aus diesem Grund war es für mich klar, diesen Yachtboy musste ich eine spezielle FM-ZF Modifikation verpassen, damit es mit seinem UKW Empfang besser klappt.

Nach dem öffnen traute ich meinen Augen kaum, denn mit so etwas hatte ich auch nach inspizieren seines Service Manuals nicht gerechnet. SMD Technik vom feinsten kam zum Vorschein.
Nach etwas weitreichender Begutachtung meinerseits hat es sich also doch bewahrheitet, der YB-500 nennt gewisse keramische Filter sein eigen und das ausgerechnet an den Stellen wo es sehr auf Qualität ankommt.
Eine Grundig typische Schaltungsvariante wäre seinerzeit wohl besser gewesen, aber diese wurde wahrscheinlich durch die Mutter - Philips sehr wohl eingestampft – derweil zu teuer.
Aber ein ZF Teil made by So Nie musste es wohl sein und das sagt schon alles aus.
Ich beschloss sein UKW ZF-Teil zu modifizieren, mal sehen wie weit ich da gehen kann und welcher Erfolg sich darauf hin einstellt.

...etwas von der guten alten Grundig Technik sollte es sein - In den folgenden Schaltbildern erkennt man die FM-ZF Mods. Diese stammt weitgehend aus dem ZF Teil eines größeren Satellit Bruders:

.......

Die originalen ZF Filter (grün gekennzeichnet) müssen bevor sie die Mods beginnen, vorsichtig entfernt (ausgelötet) erden.

Eine kleine Lochrasterplatte nimmt die Bauteile meiner ZF- Mods auf. und sollte evtl. so ähnlich wie im Bild links aussehen.

bevor das neue FM-ZF Modul in den YB500 montiert wird, sind die beiden zusätzlichen keramischen ZF-Filter für 10,7 MHz und 110 KHz Bandbreite an die Position im YB500 ein zu löten (grün markiert), wo vorher die originalen Filter ihre Funktion inne hatten.
Was dabei heraus kam das kann man hier bei Youtube im Videoclip Bandscan YB-500 sehen.